Pierre Alechinsky
Karel Appel
Horst Antes
Walter Becker
Jürgen Brodwolf
Constant
Corneille
Simone Demandt
Lothar Fischer
Günther Förg
Rupprecht Geiger
Karl Otto Götz
HAP Grieshaber
Thomas Grochowiak
Johannes Grützke
Gretel Haas-Gerber
Heiko Herrmann
K.H. Hödicke
Karl Hofer
Karl Hubbuch
Jörg Immendorff
Jacqueline de Jong
Asger Jorn
Paul Kleinschmidt
Gustav Kluge
Bernd Koberling
Dieter Krieg
Markus Lüpertz
Wolfgang Mattheuer
Helmut Middendorf
Heino Naujoks
Georg Karl Pfahler
Heimrad Prem
Arno Rink
Hans Scheib
Willi Sitte
Emil Schumacher
K.R.H. Sonderborg
Volker Stelzmann
Walter Stöhrer
Donna Stolz
Helmut Sturm
Theodor Werner
Lambert Maria Wintersberger
H.P. Zimmer
u.v.a.

Sammlung Hurrle Durbach-Museum für Aktuele Kunst



Ausstellungsagenda 2017/ 2018


Sonderausstellungen


15. Oktober 2016 bis 23. April 2017

PANORAMA - Imagination und Sprache. Schlüsselwerke der Sammlung Hurrle

Mit einem Fundus von über 2000 Kunstwerken überwiegend deutscher Nachkriegskunst und ihrer Vorläufer bietet die Sammlung Hurrle einen exzellenten Überblick über die wegweisenden Strömungen, Künstlerpersönlichkeiten und –gruppen. Beginnend mit den Vorläufern der Nachkriegskunst, wie beispielsweise dem Expressionismus, über die Vertreter der sogenannten Verlorenen Generation, die im Krieg Werk, Heimat und Anerkennung verloren haben, hin zu den Strömungen der Abstraktion, wie Informel und Konstruktivismus und schließlich zu den erneuerten Ansätzen figurativer Malerei, wie Karlsruher Neue Figuration und Neue Wilde, wird dem Besucher Einblick in die Kunstentwicklung nach dem 2. Weltkrieg geboten. Es zeigt sich, dass der Sammler Rüdiger Hurrle stets fasziniert war von den Wechselwirkungen, Entwicklungen und Spannungsfeldern der Kunst: Die Künstler der ersten internationalen Gruppe CoBrA mit Constant und Asger Jorn bilden ebenso ein wichtiges Konvolut wie die revolutionären Mitglieder der Münchner Gruppen WIR, SPUR und Kollektiv Herzogstraße. Aber auch die ostdeutsche Kunst, die lange Zeit den figurativen Gegenpol bildete, macht einen bedeutenden Teil der Sammlung aus, sowohl beispielsweise die staatlich anerkannten Künstler wie Willi Sitte als auch die avantgardistischen Renegaten von Clara Mosch.
Die Ausstellung bietet anhand der Glanzpunkte der Sammlung einen Einblick in die Fülle der Nachkriegskunst bis heute.

Schließung wegen Ausstellungswechsel vom 24. April bis 5. Mai 2017


6. Mai - 3. September 2017

Herbert Zangs - Vom Sinn des Chaos. Retrospektive

Leicht war er nicht, der Start des jungen Herbert Zangs, der 1924 in Krefeld geboren wurde: Kaum erwachsen in die Luftwaffe beordert, stürzte er 1943 über Norwegen ab und erlebte das Land unter einer unberührten Schneedecke, deren strahlendes Weiß sein künstlerisches Werk prägen sollte. Nach dem Krieg nahm Zangs 1945 sein Kunststudium in Düsseldorf auf, wo es in der kriegsgeschädigten Akademie an allem fehlte, er jedoch Joseph Beuys kennenlernte. Schon bald verabschiedet er sich endgültig von der figürlichen Malerei: Aus seiner bereits seit Kindesbeinen ausgeprägten Sammelleidenschaft wurde Objektkunst, aus den norwegischen Eindrücken entwickelten sich seit 1952 die bahnbrechenden „Verweißungen“, es entstanden Reliefbilder aus Gussmasse, Collagen, aber auch informelle Malerei. Er gilt als Vorreiter der Gruppe ZERO, der er jedoch nie angehörte. Zudem entwickelte er insbesondere serielle Arbeiten wie die Scheibenwischerbilder, Peitschenbilder, Blasenbilder und Pinselabwicklungen. Gedeckte Farben bleiben neben den weißen Farbtönen für seine Arbeiten bestimmend, zugleich ist er experimentierfreudig, versucht sich auch an Computerbildern. Allerdings ist er nicht besonders ehrgeizig – seine Neugierde und Abenteuerlust ziehen ihn fort vom Kunstbetrieb, er begibt sich auf Reisen um die ganze Welt, oft per Anhalter. Während andere, wie beispielsweise Beuys, immer wieder auf der documenta in Kassel präsent sind, vernachlässigt Zangs, der dort gleichfalls 1977 mit seinen Anti-Büchern auftritt, seine Karriere und gerät demzufolge ins Hintertreffen. Erst in den 90er Jahren entstehen Monographien über ihn und Retrospektiven, bis er 2003 in Krefeld an Diabetes stirbt.

Die Ausstellung würdigt das Werk dieses „Pioniers des Monochromen“, wie ihn die Internationale Herald Tribune nannte, mit über 70 Arbeiten und Zeitzeugnissen.

Schließung wegen Ausstellungswechsel vom 4. bis 15. September 2017


16. September 2017 – 4. Februar 2018

Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945

Nach den verstörenden Erfahrungen des 2. Weltkriegs wurde das Thema Landschaft, das bis dahin überwiegend festen Regeln und Traditionen folgte, in die abstrakte Malerei integriert und darin aufgelöst. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern.

Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur seit dem 2. Weltkrieg bis heute, wobei mit Blick auf die Kunst der DDR auch beleuchtet wird, inwiefern sich in den Landschaftsdarstellungen politische Veränderungen wiederspiegeln.

Schließung wegen Ausstellungswechsel vom 5. bis 16. Februar 2018


REIHE "PROFILE IN DER KUNST AM OBERRHEIN"


17. November 2016 bis 12. März 2017

Markus Gadient | Mireille Gros

Markus Gadient, geboren 1958 in Olten, studierte Kunst in New York und Basel, wo er heute lebt. Seine farbintensive Malerei ist überwiegend der Landschaft und Bäumen gewidmet, der Urwüchsigkeit von Eichen und ihrer knorrigen Form, deren Formen er durch Übermalungen unterstreicht, verfremdet oder aber radikal verdeckt.

Mireille Gros, geboren 1954 in Muri, studierte Kunst in New York und Basel, wo sie heute lebt. Ihre filigranen Arbeiten – Malerei und Zeichnung, aber auch Fotographien und Installationen – haben oft floralen Charakter. Sie thematisiert die Fülle und zugleich Bedrohtheit der Natur, wobei die Frage nach Abstraktion oder Figur in den Hintergrund tritt.


23. März bis 9. Juli 2017

Karlheinz Bux | Rainer Nepita

Karlheinz Bux, geboren 1952 in Ulm, studierte unter anderem bei Herbert Kitzel an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, wo er noch heute lebt. Sein bildhauerisches Werk ist von der Linie bestimmt und findet seinen Ausdruck in den verschiedensten Materialien wie Holz und Stahl. Aber auch komplexe Fotoarbeiten und Zeichnungen auf Materialien wie Folie oder Glas sind Teil seines Oeuvres.

Rainer Nepita, geboren 1954 in Schweinfurt, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in Freiburg bei Peter Dreher und lebt heute in Oberkirch. In seinen schwebend leicht wirkenden Bildern spiegelt sich die natürliche Außenwelt mit ihren pflanzlichen Formen und ihrem Licht. Sie haben ihren Ursprung in der Natur, er setzt sie aber in Zeichen oder Kürzel um, die nahezu symbolhaft wirken.


20. Juli bis 29. Oktober 2017

Ben Hübsch | Martin Kasper

Ben Hübsch, geboren 1963 in Freiburg, studierte dort an der Außenstelle der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Peter Dreher und lebt noch heute  dort. Seine geometrischen Arbeiten reizen in ihrer leuchtenden, gewagten Farbigkeit und mit ihren unterschiedlichen Formgefügen das Auge und spielen mit den verschiedenen Raumtiefen im Bild, das zu einem ganz eigenen Raumerlebnis wird.

Martin Kasper, geboren 1962 in Schramberg, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und lebt heute in Freiburg. Seine Malerei öffnet den Blick in menschenleere Räume: Verschlungene Treppen, Bildergalerien, Säle, Restaurants, Dachstuben. Immer haftet diesen Bildern eine unheimliche Ruhe, den Räumen eine Traumhaftigkeit an, die merkwürdig losgelöst von den sie nutzenden Menschen wirken.


9. November 2017 bis 4. März 2018

Helga Marten | Eva Schaeuble

Helga Marten, geboren 1931 in München, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und lebt heute in Freiburg. Ihre farbenfrohen Landschaftsbilder, Stillleben und Porträts sind unübersehbar der Klassischen Moderne verpflichtet, entwickeln aber mit ihrer eigenwilligen Formensprache und ungewohnten Perspektiven ein Eigenleben und unverwechselbares künstlerisches Profil.

Eva Schaeuble, geboren 1951 in Kuppenheim, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wo sie heute lebt. Ihre Malerei setzt sich mit der abendländischen Kunsttradition auseinander, übersetzt sie in die Moderne und schöpft furchtlos aus ihrem reichen Fundus. Ebenso reich wie die Bildsprache ist die Thematik: Landschaft, Blumen, Porträt oder Figur – immer ist ihr Werk von Poesie und Symbolik geprägt.