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Karl Manfred Rennertz "Skulptur & Farbe“
04.02. bis 22.04.2012
Karl Manfred Rennertz, geb. 1952 in Eschweiler/Rheinland, gehört zur Generation der Neuen Expressionisten in Deutschland. Er ist Plastiker im ursprünglichen Sinn des Bildhauers. Sein wichtigstes Material ist Holz, sind Baumstämme, die er mit der Kettensäge bis zur Größe von Monumenten bearbeitet.
Ob menschliche Figuren, Köpfe, Masken oder pflanzenartige Gebilde – alles ist bei ihm aus dem Stamm entwickelt und auf dessen Rundung zurückbezogen. Die Naturwüchsigkeit des Baumes drückt sich in einer lebendigen Bewegtheit aufragender Formen bis zu geschlängelten und geschraubten „Serpentinata“-Windungen und in ihrem blättrigen Zuschnitt aus.
Andererseits hat die schwere Massigkeit der Stämme ihre Entsprechung in der Kompaktheit und Geschlossenheit der Volumen. „Expressionistisch“ sind die beinahe „gotischen“ Zuspitzungen der Umrisse, die Verzerrungen natürlicher Proportionen von Leibern oder Gesichtern, auch ihre rauhe Oberfläche und Bearbeitung mit fleckig verteilter Farbe und Brand-spuren. Aber die Statuarik der standfesten Konstruktion und eine Beschränkung der Farbenskala vermeidet alles Exaltierte.
Also ist Rennertz, genau besehen, kein „Neuer Wilder“, wie man die neueren deutschen Expressionisten genannt hat.
(Klaus Jürgen Fischer)
Profile in der Kunst am Oberrhein - Wolf Pehlke & Rainer Braxmaier
23. September - 22. Januar 2012
Phänomen INFORMEL Pioniere, Grenzgänger, Durchreisende
Die 3. Ausstellung im Museum für Aktuelle Kunst rückt unter dem Titel Phänomen INFORMEL die Entwicklung einer ungegenständlichen Kunst der Nachkriegszeit ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Ihre Kunstgeschichtliche Bedeutung, lange „nur“ als europäische Variante des amerikanischen „Action Painting“ missverstanden, zeigt sich heute in neuer Brisanz. Die breite Vielfalt an gestisch bestimmten Werken aus den späten 40er bis in die Mitte der 60er Jahre in der Sammlung Hurrle ermöglicht es, das Augenmerk auf das Verbindende in der Erscheinungsweise, eine Art „Zeitgeist“, zu lenken und die unterschiedlichen Haltungen und Methoden des „Prinzips der Formlosigkeit“ (Wedeweder) zu vergleichen.
Im Fokus steht eine genuin „abstrakte“ Malerei, die Phänomen INFORMEL mit markanten Werken, etwa von Karl Otto Götz, Emil Schumacher, K.R.H. Sonderborg, Peter Brüning, Bernard Schulze, Gerhard Hoehme in aussagekräftigen Gegenüberstellungen vorführt. Die besondere Bedeutung von Paris in der Entwicklung der „art informel“, zeigen Arbeiten der Pioniere und Grenzgänger dieser neuen Bildsprache wie Henri Michaux, Jean Fautrier und Jean Dubuffet ebenso wie seltene Radierungen des lange vor dem Zweiten Weltkrieg ins französische Exil gegangenen WOLS und exemplarische Werke von Hans Hartung. Mit individuellen Positionen wie Hans Platschek, Hubert Berke, Rudi Baerwind oder K. F. Dahmen wird das Phänomen INFORMEL auch in seinen Überschneidungen mit „Neuer Figuration“ und Objektkunst beleuchtet.
Für die Maler ist das Gemälde eine Geste, vor der nichts existiert. Unter vielen möglichen Tätigkeiten hat der Maler die grundlegende Geste des Malens gewählt, das Auftragen von Farbe, das Beleben einer Fläche und deren Verwandlung in eine Bildfläche, wo mehr oder weniger komplexe Formen in Bewegung sind und fixiert werden. Dieses Projekt erfordert andere, sekundäre Entscheidungen (…), durch die sich der Maler nach und nach definieren wird. Es geht nicht darum, ein Schema zu erfüllen, um zu einem von Anfang an festgelegten Gegenstand zu gelangen. Nichts existiert vor dem Akt des Malens.“
René Guilly im Katalog zur Ausstellung von WOLS, Paris 1947
Phénomène Informel Pionniers, explorateurs et prospecteurs
Sous le titre « Phänomen INFORMEL », la 3ème exposition du Museum für Aktuelle Kunst met en lumière l’évolution d’un art non figuratif de l’après-guerre. Sa portée artistique, longtemps « uniquement » considérée à tort comme l’expression européenne du mouvement pictural américain « Action Painting », se dévoile aujourd’hui avec une nouvelle acuité. La grande diversité des œuvres gestuelles de la fin des années 1940 au milieu des années 1960 que regroupe la collection Hurrle permet de porter l’attention sur l’élément fédérateur dans l’expression de cet art, une sorte « d’esprit du temps », et de comparer les différentes postures et méthodes du « principe de l’absence de forme » (Wedeweder).
L’exposition se concentre autour d’une peinture originale « abstraite », que Phänomen INFORMEL présente dans des mises en opposition expressives, avec des œuvres fortes de Karl Otto Götz, Emil Schumacher, K.R.H. Sonderborg, Peter Brüning, Bernard Schulze et Gerhard Hoehme notamment. L’importance particulière qu’a joué Paris dans l’évolution de « l’art informel » est soulignée par des travaux des pionniers et explorateurs de ce nouveau langage pictural tels qu’Henri Michaux, Jean Fautrier et Jean Dubuffet, ainsi que par des eaux-fortes rares du plasticien WOLS, qui avait fait le choix de l’exil français bien avant la Seconde Guerre mondiale et des œuvres emblématiques de Hans Hartung. Avec des réalisations individuelles de Hans Platschek, Hubert Berke, Rudi Baerwind ou K. F. Dahmen, le Phänomen INFORMEL est également mis en perspective dans ses recoupements avec la « Nouvelle figuration » et l’art objectal.
« Pour les peintres, la peinture est un geste avant lequel rien n’existe. Dans le champ des nombreuses actions possibles, le peintre a choisi le geste élémentaire du tracé au pinceau, l’application de peinture, l’animation d’une surface et sa transformation en un écran, où des formes plus ou moins complexes sont en mouvement et fixées. Ce projet requiert d’autres décisions, secondaires (…), par lesquelles le peintre se définira progressivement. Il ne s’agit pas de se conformer à un schéma, de parvenir à un objet fixé dès le départ. Rien n’existe avant l’acte du peintre. »
René Guilly dans le catalogue de l’exposition de WOLS, Paris 1947
Künstler in der Ausstellung: PHÄNOMEN INFORMEL
H. Antes, J.-M. Atlan, R. Baerwind, W. Baumeister, J.-R. Bazaine, G. Beck, H. Berke, H. A. Bertrand, J. Bissier, A. Bitran, F. Bott, P. Brüning, K.F. Brust, C. Buchheister, R. Cavael, K.F. Dahmen, A. Decker, J. Dubuffet, J. Faßbender, Fathwinter, J. Fautrier, G. Fietz, W. Gaul, O. Gauthier, J. Germain, H. Götz, K.O. Götz, O. Greis, T. Grochowiak, O.H. Hajek, H. Hartung, P. Herkenrath, E. Hermanns, G. Hoehme, A. Hölzel, A. Istrati, J. Itten, H. Kögler, H. Kreutz, N. Kricke, H. Kuhn, G. Meistermann, J. Meyer, H. Michaux, J. Miotte, E.W. Nay, K.O. Pfahler, H. Platschek, G. Schneider, B. Schultze, E. Schumacher,
J. Serpan, K.R.H. Sonderborg, P. Soulages, H. Staudacher, F. Thieler, H. Trier, H. Trökes, T. Werner, C. Westphal, F. Winter, Wols, H. Zangs
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22. Mai 2011 – 22. Januar 2012
1. Museums-Sommerfest am 23. Juli 2011 I "Kunst trifft Küche"
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